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Miscellaneous / Verschiedenes » de.alt.fan.aldi » [FYI] Faire Produkte
[FYI] Faire Produkte [message #244771] Fr, 31 März 2006 08:42
schiszler  
Moinsen,

gerade aus der regionalen oecher Presse entnommen:

Lidl kooperiert ab sofort mit TransFair und bietet unter dem Label
"Fairglobe" fair gehandelte Produkte im Sortiment an.

Hardy

--
Wussten sie schon, dass Betreffzeilen bis zu 255 Zeichen fassen
und dass dort ohne Mühe kürzere Mitteilungen verfasst werden können,
ohne den eigentlichen Mailkörper unnötig aufzublähen?
Re: [FYI] Faire Produkte [message #244774 ] Fr, 31 März 2006 09:35
usenet  
Am Fri, 31 Mar 2006 08:42:02 +0200 schrieb Hartmut 'Hardy' Schiszler:


> Lidl kooperiert ab sofort mit TransFair und bietet unter dem Label
> "Fairglobe" fair gehandelte Produkte im Sortiment an.

Unter http://www.transfair.org/presse/mitteilungen/show.php?presse _id=143
gibt es weitere Infos. So sollen z.B. Bio-Röst- und Instantkaffee,
Bio-Bananen und Bio-Honig, Orangensaft, Schokolade in den Sorten Vollmilch
und Edelbitter sowie brauner Rohrzucker angeboten werden.

Attac sieht es mit gemischten Gefühlen und vermutet eine Image-Politur.
"Ein integraler Bestandteil des Fair-Trade-Gedankens ist Fair Play
gegenüber den Beschäftigten. Solange sich hier nichts Substantielles
ändert, ist die Aufnahme von fair gehandelten Produkten bei Lidl nur
Kosmetik." -> http://www.attac.de/aktuell/presse/presse_ausgabe.php?id=558

Gruß
Matthias


--
ALDI-Archiv: wann gibt es wieder ... bei ALDI?
ALDI-Drehrichtung: ein dafa-"Forschungsprojekt"
ALDI-Nord-Preisliste, Linksammlung, Newsletter,...
http://www.koever.com/aldi/
Re: [FYI] Faire Produkte [message #244775 ] Fr, 31 März 2006 09:53
schiszler  
Matthias Kövér schrieb:

> Attac sieht es mit gemischten Gefühlen und vermutet eine Image-Politur.

Das war allerdings auch mein erster Gedanke.
Andererseits stößt man da im Discounterbereich in ein völlig neues
Markensegment. Und da die beim Discounter einkaufenden Schichten immer
breiter werden, sind das bestimmt auch Marktanteile zu holen.

> "Ein integraler Bestandteil des Fair-Trade-Gedankens ist Fair Play
> gegenüber den Beschäftigten. Solange sich hier nichts Substantielles
> ändert, ist die Aufnahme von fair gehandelten Produkten bei Lidl nur
> Kosmetik." -> http://www.attac.de/aktuell/presse/presse_ausgabe.php?id=558

FACK unter diesem Gesichtspunkt.

Hardy

--
Hast du immer noch nicht eingesehen, dass diese Wichtigtu-Schatullen purer
Müll sind; oder findest du die gut, weil man so'n Teil auch als
Schminkspiegel benutzen kann? (J. Fritz zu L. Ohrndorf in dafa,
über elektr. Organizer & Co)
Re: [FYI] Faire Produkte [message #244780 ] Fr, 31 März 2006 10:55
Notifier Deamon  
Post removed (X-No-Archive: yes)
Re: [FYI] Faire Produkte [message #244782 ] Fr, 31 März 2006 11:01
Dirk Lucas  
Konrad Wilhelm schrieb:

> Zumindest ist faire Behandlung der Kunden auf keinen Fall integraler
> Bestandteil des Fair-Trade-Gedankens.
> Der dem Kunden abgeforderte Mehrpreis erhöht zu 75 % den Profit der
> "fairen" Händler, lediglich 25 % fließen an die Kooperativen, wieviel
> davon bei den Menschen ankommt, die die Arbeit machen, ist völlig
> ungewiss.

Das ist interessant. Kannst du irgendwelche Quellen nennen, anhand derer
man deine Behauptung nachvollziehen kann?

Grüße,
Dirk

--
Private Seite: www.lucasmatic.de - Infos zur Freewind
Re: [FYI] Faire Produkte [message #244783 ] Fr, 31 März 2006 11:25
Notifier Deamon  
Post removed (X-No-Archive: yes)
Re: [FYI] Faire Produkte [message #244789 ] Fr, 31 März 2006 13:18
muriel.ferey  
Hallo,

Da geht meine Meinung auch in dieser Richtung, vor allem wenn man sich schon
die Preise in den sogenannten Entwicklungsländer angeschaut hat.

Als Tourist kauft man ja ohnehin zum höchsten Preis, da können alle
Einheimische gut mit leben.

Der Preisunterschied mit der vergleichbare FairTrade-Ware in Europa lässt
erahnen wieviel dieser FairTrade-Handelsweg an Geld verschluckt, Transport
ist da eigentlich kaum eine Rede Wert.

Ob da wirklich den "armen Bauern" weitergeholfen wird ?
Und nach welchen Kriterein, unsere westlichen Werte - immer mehr, besser und
kostengünstiger zu produzieren ?
Darum geht es ja letzendlich wenn man ein Produkt europaweit vermarkten
will, wie dies bereits von nahmhaften FairTrade Marken geschieht..

Oder ist es hier eine neue Form der kontrollierten langsamen Ausbeutung,
dessen Aufgabe es ist, eine neue Vertriebsform, bzw. eine neue
Handelsgruppe, zu finanzieren ?

FairTrade ist zwar ein schöner Gedanke, aber von der Idee bis zur Realität
bleibt meistens einiges auf der Strecke.

Wenn ein Händler oder eine Handelsgruppe eine Stellung auf dem Markt neu
erobern will, dann müssen die sich ja irgendwie profilieren.
Da kommt der FairTrade Gedanken gerade recht !

Und wenn man europaweit das gleiche Produkt von einem renomierten
FairTrade-Händler bekommt, da drängt sich bei mir doch irgendwie der
Gedanken der Massenproduktion.

Überzeugten FairTrade Abnehmer möchte ich nicht auf dem Schlipps treten,
ganz im gegenteil.

Das was ich hier geschrieben habe spiegelt eigentlich nur Grundsatzfragen
die ich mir mit der Zeit gestellt habe, möglicherweise hat sich der eine
oder andere da schon tiefergreifende Gedanken gemacht.

Persönlich versuche ich mein eigener FairTrade-Gedanke etwas anders zu
gestalten :
- Gemüse wird direkt beim Bauer eingekauft, eben der Jahreszeit
entsprechend,
- Milch wird auch direkt "ab Kuh" vom Hof gekauft (60 Cents pro Liter), Käse
usw. wird auch von diesem Bauer gekauft.
- Beim Fleisch ist es etwas schwieriger, da wird entweder direkt vom Bauer
selbst geschlachtete Ziegen oder Schweine gekauft, oder ab Schlachthof.

Also überall wo es irgendwie nur möglich ist versuche ich Zwischenhändler zu
umgehen. Somit bleibt die Gewinnmarge da wo sie auch hingehört, beim
Erzeuger.
Und diese Vorgehensweise zahlt sich aus, sowohl finanziell, wie auch
qualitativ.

Viele Grüsse
Roland
Re: [FYI] Faire Produkte [message #244792 ] Fr, 31 März 2006 13:48
Otto Adam  
Konrad Wilhelm schrieb:

> Ganz viele Variablen fallen ja beim direkten Vergleich der
> Einzelhandelspreise raus, denn Transportkosten, Verarbeitungskosten,
> Handelskosten sind ja für beide "Kaffeesorten" gleich.

Stimmt so nicht ganz. Diese Faktoren sind oft stark mengenabhaengig. Ich
nehme an, "normaler" Kaffee wird in *ganz* anderen Mengen gehandelt als
"Fair-Trade"-Kaffe.

mfg
otto
Re: [FYI] Faire Produkte [message #244794 ] Fr, 31 März 2006 14:31
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Re: [FYI] Faire Produkte [message #244795 ] Fr, 31 März 2006 14:49
Otto Adam  
Konrad Wilhelm schrieb:

> Otto Adam wrote:
>> Konrad Wilhelm schrieb:

>>> Ganz viele Variablen fallen ja beim direkten Vergleich der
>>> Einzelhandelspreise raus, denn Transportkosten, Verarbeitungskosten,
>>> Handelskosten sind ja für beide "Kaffeesorten" gleich.
>> Stimmt so nicht ganz. Diese Faktoren sind oft stark mengenabhaengig. Ich
>> nehme an, "normaler" Kaffee wird in *ganz* anderen Mengen gehandelt als
>> "Fair-Trade"-Kaffe.
> Dann musst du eben versuchen, diese Faktoren zu quantifizieren.

*Muss* ich das? Nein.

> Schreib mal hier, welchen Unterschied pro 500 g Röstkaffee du nach
> deinen Recherchen für wahrscheinlich hältst.

Ganz ohne zu recherchieren hielte ich einen Preisunterschied, alleine
aufgrund der geringeren Mengen, die da verschoben werden von EUR 0,50
pro 500g-Packung fuer moeglich.

mfg
otto
Re: [FYI] Faire Produkte [message #244799 ] Fr, 31 März 2006 15:24
sendnospam  
Aus den Werken von Konrad Wilhelm:

> On Fri, 31 Mar 2006 11:01:20 +0200, Dirk Lucas <dlucas [at] gmx.de> wrote:
>=20
>> Konrad Wilhelm schrieb:
>>=20
>>> Zumindest ist faire Behandlung der Kunden auf keinen Fall integraler
>>> Bestandteil des Fair-Trade-Gedankens.
>>> Der dem Kunden abgeforderte Mehrpreis erh=F6ht zu 75 % den Profit =
der
>>> "fairen" H=E4ndler, lediglich 25 % flie=DFen an die Kooperativen,
>>> wieviel davon bei den Menschen ankommt, die die Arbeit machen, ist
>>> v=F6llig ungewiss.
>>=20
>> Das ist interessant. Kannst du irgendwelche Quellen nennen, anhand
>> derer man deine Behauptung nachvollziehen kann?
>>=20
> Du kannst dir das leicht selbst ausrechnen. Die Konditionen f=FCr die
> Leistungen an die Verk=E4ufer findest du bei www.transfair.org, dann
> brauchst du eigentlich nur noch die Weltmarkt-Kafeepreise und die
> Einzelhandespreise f=FCr Transfair- und "normalen" Kaffee.
> Ach ja, n=F6tig ist auch noch der "Einbrand", dass ist der =
Prozentsatz,
> um den der Kaffe beim Brennen leichter wird. Das sind 20 %.
> Ganz viele Variablen fallen ja beim direkten Vergleich der
> Einzelhandelspreise raus, denn Transportkosten, Verarbeitungskosten,
> Handelskosten sind ja f=FCr beide "Kaffeesorten" gleich.

Zus=E4tzlich zu dem, was dir schon zu Transport- und Handelskosten
geschrieben wurde, hast du auch den Zusammenhang von Fairem
Handel un Weltmarktpreisen nicht verstanden:
http://www.transfair.org/produkte/kaffee/Wissenswertes.php#2
Neben dem Aufschlag von 5 US cent wird ein Mindestpreis von 126 US =
cent/454g
Rohkaffee bezahlt, wenn der Weltmarktpreis unter die 121 cent f=E4llt.
Bei der Preisentwicklung f=FCr Rohkaffee =
http://www.kaffeeverband.de/560.htm
kannst du vielleicht absch=E4tzen, wann das in den letzten 15 Jahren mal =

der Fall war. F=FCr die Robustas n=E4mlich gerade mal im Jahr 1995.
Zur Zeit d=FCrfte der Weltmarktpreis gerade mal bei der H=E4lfte der
garantierten Mindestpreise liegen.

Andreas=20
Re: [FYI] Faire Produkte [message #244803 ] Fr, 31 März 2006 16:50
Andre Bremer  
Muriel & Roland schrieb am 31.03.2006 13:18:

> Persönlich versuche ich mein eigener FairTrade-Gedanke etwas anders zu
> gestalten :
> - Gemüse wird direkt beim Bauer eingekauft, eben der Jahreszeit
> entsprechend,

Tja, dumm nur, wenn der nächste Bauer 25km entfernt ist und der Bus dort
2x pro Woche hält. Und wenn man dann sieht, welche Mengen dort verkauft
werden, wird einem schnell klar, dass er das unmöglich alles selbst
produziert haben kann. Letztendlich handelt es sich also nur um einen
normalen Einzelhändler in anderem Gewand.

> Also überall wo es irgendwie nur möglich ist versuche ich Zwischenhändler zu
> umgehen. Somit bleibt die Gewinnmarge da wo sie auch hingehört, beim
> Erzeuger.

Ansichtssache. Ich finde es bequem, dass der Weg zum nächsten
Einzelhändler nur 50 Schritte beträgt. Auch aus ökologischer Sicht ist
es sinnvoller, einen LKW mit Milchtüten in die Stadt bringen und dort zu
verteilen, als dass jeder 25km zum nächsten Bauern fährt.

> Und diese Vorgehensweise zahlt sich aus, sowohl finanziell, wie auch
> qualitativ.

Aus finanzieller Sicht kann es sich nur lohnen, wenn der Bauer in
fußläufiger Entfernung liegt, was bei den meisten Bewohnern nicht der
Fall sein dürfte. Die Qualität der Milch meines Einzelhändlers finde ich
durchaus akzeptabel, und mit 55ct/Liter auch noch günstiger als bei
Deinem Bauern.


Tschüß,
Andre

--
Die Signaturen werden gerade überarbeitet, ich bitte um Ihr Verständnis!
Re: [FYI] Faire Produkte [message #244805 ] Fr, 31 März 2006 17:49
schiszler  
Andre Bremer schrieb:

> Tja, dumm nur, wenn der nächste Bauer 25km entfernt ist und der Bus dort
> 2x pro Woche hält.

Wo ist das?

Hardy

--
Eine integrierte Hardware-Solution für Realtime-Printouts als Hardcopy
des aktuellen Inputs. Selbstredend voll backupfähig.
Xaver Langbeens Definition einer Schreibmaschine in oecher.talk
Re: [FYI] Faire Produkte [message #244816 ] Fr, 31 März 2006 19:28
Lars Mueller  
Hartmut 'Hardy' Schiszler wrote:
>
> Andre Bremer schrieb:
>
> > Tja, dumm nur, wenn der nächste Bauer 25km entfernt ist und der Bus dort
> > 2x pro Woche hält.
>
> Wo ist das?

Irgendwo in Deutschland und wahrcheinlich sind die Entfernung und die
Haltezeiten etwas übertrieben. Ist aber auch ziemlich egal: Es lohnt in
aller Regel nicht, im Bauern-Shop einzukaufen. Ich habe das beim
Bauern-Bioladen auch eine Weile versucht: Die Hygienischen Umstände in
Angesicht von etwa 30 Fliegen zwischen dem Brot und den Brötchen:
Katastrophal. Die äußerst eingeschränkten, ständig wechselnden, nie
wirklich eingehaltenen Öffnungszeiten: Nur etwas für Leute, denen es
Spaß macht, Jagd auf so einen Laden zu machen und 3x die Woche nutzlos
für 5-10 EUR durch die Gegend gefahren zu sein. Die Lieferbarkeit der
Produkte: Katastrophal. Gerade im Sommer, insbesondere zur Ferienzeit,
wenn man Zeit für den Spaß hätte, bekommt man beispielsweise überhaupt
kein Fleisch. Generell scheint das für Ferien zu gelten. Außerdem
wechseln sich Schweine- und Rindfleisch in der Belieferung im
2-Montatszyklus ab. Von den Preisen für Gemüse wollen wir besser erst
gar nicht reden.

Mein vorläufiges Fazit: Die wollen gar nicht verkaufen.

Gruß Lars
Re: [FYI] Faire Produkte [message #244822 ] Fr, 31 März 2006 22:07
Notifier Deamon  
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Re: [FYI] Faire Produkte [message #244823 ] Fr, 31 März 2006 22:15
Otto Adam  
Konrad Wilhelm schrieb:

> noch diese 50 Cent für teurenern
> Transport (was einem Mehrpreis von 50 000 ¤ pro 40ft Container
> entspräche -nur mal so um die Größenordnungen aufzuzeigen, wie hier
> "ohne Recherchen" geschätzt wird)

Es ging da nicht um den Transport alleine.

Von
| Transportkosten, Verarbeitungskosten, Handelskosten
war da die Rede.

mfg
otto
Re: [FYI] Faire Produkte [message #244825 ] Fr, 31 März 2006 22:32
Achim Hell  
Andreas Höfeld schrieb:

> Zusätzlich zu dem, was dir schon zu Transport- und Handelskosten
> geschrieben wurde, hast du auch den Zusammenhang von Fairem
> Handel un Weltmarktpreisen nicht verstanden:
> http://www.transfair.org/produkte/kaffee/Wissenswertes.php#2
> Neben dem Aufschlag von 5 US cent wird ein Mindestpreis von 126 US cent/454g
> Rohkaffee bezahlt, wenn der Weltmarktpreis unter die 121 cent fällt.
> Bei der Preisentwicklung für Rohkaffee http://www.kaffeeverband.de/560.htm
> kannst du vielleicht abschätzen, wann das in den letzten 15 Jahren mal
> der Fall war. Für die Robustas nämlich gerade mal im Jahr 1995.
> Zur Zeit dürfte der Weltmarktpreis gerade mal bei der Hälfte der
> garantierten Mindestpreise liegen.

Fair Trade Organisationen machen Kaffeeanbauern in der dritten Welt
Vorschriften, wenn die an Geld für ihren Kaffee kommen wollen.
Kolonialismus im 21. Jahrhundert.

Mit Hilfe von Entwicklungshilfegeldern auch aus Deutschland sind
weltweit gewaltige Überkapazitäten im Kaffeeanbau geschaffen worden.
Ausgewählte Anbauer werden nun mit "fairen" Preisen beglückt und der
Rest kann sehen, wo er bleibt.
Re: [FYI] Faire Produkte [message #244827 ] Fr, 31 März 2006 22:47
Dirk Lucas  
Achim Hell schrieb:

> Fair Trade Organisationen machen Kaffeeanbauern in der dritten Welt
> Vorschriften, wenn die an Geld für ihren Kaffee kommen wollen.
> Kolonialismus im 21. Jahrhundert.

Kein Kaffeebauer wird dazu gezwungen. Die können ihre Ware immer noch
auf dem freien Markt anbieten. Und gerade der heutige freie Markt ist ja
das, was im Post-Kolonialismus das Beispiel dafür ist, dass die
Mechanismen des Kolonialismus natürlich auch noch im 21. Jh. wirken.

> Mit Hilfe von Entwicklungshilfegeldern auch aus Deutschland sind
> weltweit gewaltige Überkapazitäten im Kaffeeanbau geschaffen worden.
> Ausgewählte Anbauer werden nun mit "fairen" Preisen beglückt und der
> Rest kann sehen, wo er bleibt.

Ja eben, *das* ist der Kolonialismus. Nicht der faire Kaffee. Ich
bezweifle, dass der überhaupt Mengenmäßig eine Rolle spielt.

Grüße,
Dirk

--
Private Seite: www.lucasmatic.de - Infos zur Freewind
Re: [FYI] Faire Produkte [message #244829 ] Sa, 01 April 2006 07:10
muriel.ferey  
Hallo,

> Es lohnt in aller Regel nicht, im Bauern-Shop einzukaufen. Ich habe das
> beim Bauern-Bioladen auch eine Weile versucht:
> Die Hygienischen Umstände in Angesicht von etwa 30 Fliegen zwischen dem
> Brot und den Brötchen: Katastrophal.

Brot backe ich seit weit über 10 Jahre selbst... ansonsten würde ich es
eigentlich beim ausgesuchten Bäcker kaufen, aber nicht beim Bauer ;o)))

Deshalb sprach ich ursprünglich auch nicht von Bioladen; Bauern-Shop oder
ähnliches.
Ich halte diese Erscheinungen mehr als "billiges Marketingkonzept" für den
gebeutelten Stadtkunden ; Landwirte die als Trittbrettfahrer auf der
Biowelle mitreiten wollen.

Es handelt sich hierzulande um ein einfaches Verkauf ab Hof ; da geht man
hin und nimmt sich die Ware wie sie vom Feld geerntet wurde.
Da ist kein Regal, keine elektronische Waage, und nicht einmal eine Kasse.
Gewogen wird ganz grob, mit Gewichte.
Dafür wird grosszügig abgerundet, d.h. man möchte 2 kg Karotten, es werden
ca. 2,4 kg abgewogen, und man zahlt 2 kg.

Da wird auch kein Produkt von einem anderen Landwirt zum Verkauf
angeboten... ist ja ein landwirtschaftlicher Betrieb, und kein
Handelsbetrieb.

Und da steht auch kein Biosiegel am Eingang ; aus Kostengründen werden keine
Chemikalien angewandt, und eine Zertizierung zum Biobauer bringt ja mehr
Kosten mit sich als positives... es sei denn der Bauer wäre auf
Expansionskurs ausgerichtet, und das wäre m.E. nicht unbedingt im Sinne der
wahren Bioproduktion.

> Die äußerst eingeschränkten, ständig wechselnden, nie
> wirklich eingehaltenen Öffnungszeiten: Nur etwas für Leute, denen es
> Spaß macht, Jagd auf so einen Laden zu machen und 3x die Woche nutzlos
> für 5-10 EUR durch die Gegend gefahren zu sein.

Da muss ich dir zustimmen, so ein "Saftladen" würde ich auch nicht besuchen.

> Die Lieferbarkeit der Produkte: Katastrophal.

Das ist halt bedingt durch Wetter und Jahreszeit.
Unsere Eltern oder Grosseltern konnten ja damit gut umgehen, war auch
gesünder als das jetzige Essen aus Industriefertigung.
Also wieso sollten wir nicht damit leben können ?

Bei uns ist das OK, bei einem normal geführtem Haushalt kann man ja die
Mahlzeiten auch im voraus planen, und zwar der Jahreszeit entsprechend.

> Gerade im Sommer, insbesondere zur Ferienzeit,
> wenn man Zeit für den Spaß hätte, bekommt man beispielsweise überhaupt
> kein Fleisch. Generell scheint das für Ferien zu gelten. Außerdem
> wechseln sich Schweine- und Rindfleisch in der Belieferung im
> 2-Montatszyklus ab. Von den Preisen für Gemüse wollen wir besser erst
> gar nicht reden.

Da steckt allem Anschein nach auch eine andere Logik in der Preisgestaltung,
die Logik eines Händlers, und nicht die eines Erzeugers... wie ich Oben
vermutete : Trittbrettfahrer.

Direkt einkauf soll ja auch nicht heissen man sollte kein Vergleich ziehen.

Man sollte sich da z.B. schon die Zeit nehmen den gesamten Betrieb zu
besichtigen... wenn Kinder dabei sind ist der Vorwand zur Besichtigung
schnell gefunden ;o)))

Bei uns ist es so dass der Schweinezüchter z.B. auch nie Fleisch auf vorrat
hat... man muss es vorbestellen, und evtl. auch eine grössere Menge abnehmen
(ab 1/4 Schwein).
Wir haben uns schon mit Freunden zusammengetan um ein halbes Schwein zu
kaufen (bei einem 370 kg-Tier, und nicht bei einem Tier was bei ca. 150kg
geschlachtet wird um der Normgrösse eines 150 g Kotteletts zu entsprechen).

Aber ich gebe gerne zu es ist nicht jedem möglich auf dem Lande zu leben.
Und die Städte einfach auf das Land zu verfrachten scheint wohl auch keine
wahre Lösung ;o)))

Ich hatte das Glück mir das immer aussuchen zu können, und somit habe ich
mich auch immer für das ländliche entschieden, was auch ein tollen Ausgleich
zum beruflichen Leben mit sich brachte.
Na ja, vor sehr langer Zeit habe ich in jungen Jahren auch in Grossstädte
(Paris, Essen) gewohnt.

Viele Grüsse
Roland
Re: [FYI] Faire Produkte [message #244830 ] Sa, 01 April 2006 07:11
muriel.ferey  
Hallo,

>> - Gemüse wird direkt beim Bauer eingekauft, eben der Jahreszeit
>> entsprechend,
> Tja, dumm nur, wenn der nächste Bauer 25km entfernt ist und der Bus dort
> 2x pro Woche hält.

Aber gut wenn es umgekehrt aussieht : wir leben in einer ländlichen
Umgebung, am Meer.

Bis zum nächsten Supermarkt sind es knapp 30 km (mal 2 wenn hin und zurück),
zum Bauer eben nur 1,5 km.

Zum Glück gibt es ja auch ein Leben ausserhalb der Stadt.

> Und wenn man dann sieht, welche Mengen dort verkauft werden, wird einem
> schnell klar, dass er das unmöglich alles selbst produziert haben kann.
> Letztendlich handelt es sich also nur um einen normalen Einzelhändler in
> anderem Gewand.

Da gehst-du allem Anschein nach von einem Laden auf dem Hof... oder die als
Bioladen getarnte Sammelstelle einer Bauernvereinigung...

Es ist nichts von dem.
Hier sind keine Regale, man kauft die Ware direkt in der Scheune, wie sie
mit dem Traktor gerade vom Feld ankommt, und da wo Sie für den Verkauf auf
dem Markt am nächsten Morgen in den Kisten vorbereitet wird..

Der Hof bei dem wir einkaufen ist ein Familienbetrieb, ausser dem Ehepaar
sind nur 3 Leute beschäftigt, davon 2 die jeden Morgen auf einem anderen
Dorfmarkt ihre frische Produkte verkaufen.
Nachmittags arbeiten alle auf dem Feld.
Der Verkauf ab Hof liegt in der Hand der Grosseltern wenn gerade kein
anderer da ist.

Es wird nichts dazugekauft, die gesamte Ware kommt nur aus eigener
Produktion, ist auch kein Handelsbetrieb, nur ein schlichter Bauernhof.

Die Felder wo geerntet wird sind auch in unmittelbarer Nähe hinter dem
Bauernhof, da weiss man genau woher die frische kommt.

Nebenbei gesagt, wenn man wie wir jeden Tag da hingeht (der Milchbauer hat
sein Hof gerade gegenüber) da sieht man auch welche Chemikalien da rumliegen
bzw. angeliefert werden, nähmlich in dem Betrieb gar keine !

Wir kennen auch Landwirte die die Erde intensiv bearbeiten, da liegen in den
Hallen haufenweise Plastiksäcke mit Phosphate oder andere Chemikalien.
Da fahren wir lieber vorbei.

Es ist dabei schon klar dass dieser Landwird bei der Arbeit nicht reich wird
; die 2 Traktoren sind schon gut 30 Jahre alt, das Familienauto ist halt
entweder der Lieferwagen, oder ein älterer Kleinwagen.

Es gibt eben auch Leute die sehr gut mit dem auskommen was Sie besitzen.

Und ernähren kann sich die gesamte Besitzerfamilie mit dem Hof auf jeden
Fall, auch ein Börsencrash kann denen völlig egal sein.

Es braucht eben nicht unbedingt jedes Jahr +10% Umsatz zu sein.

>> Also überall wo es irgendwie nur möglich ist versuche ich Zwischenhändler
>> zu umgehen. Somit bleibt die Gewinnmarge da wo sie auch hingehört, beim
>> Erzeuger.
> Ansichtssache. Ich finde es bequem, dass der Weg zum nächsten
> Einzelhändler nur 50 Schritte beträgt. Auch aus ökologischer Sicht ist es
> sinnvoller, einen LKW mit Milchtüten in die Stadt bringen und dort zu
> verteilen, als dass jeder 25km zum nächsten Bauern fährt.

Ist das eine sogenannte Milchmädchenrechnung ?

Um ein qualitativ hochwertiges erzeugnis zu kaufen, das zudem naturbelassen
ist, da wären mir auch die 25 km gerechtfertigt.

Bei solchen "ehrlichen Naturprodukten" geht es mir auch nicht um eine
mögliche ökologische Sicht der Dinge, da geht es mir schlicht und einfach
nur um die Gesundheit meiner Familie

Und egal in welchem Bereich, ich glaube wohl kaum dass Bequemlichkeit und
Qualität miteinander zu verbinden sind. Es sind halt verschiedene Welten..

>> Und diese Vorgehensweise zahlt sich aus, sowohl finanziell, wie auch
>> qualitativ.
> Aus finanzieller Sicht kann es sich nur lohnen, wenn der Bauer in
> fußläufiger Entfernung liegt, was bei den meisten Bewohnern nicht der Fall
> sein dürfte. Die Qualität der Milch meines Einzelhändlers finde ich
> durchaus akzeptabel, und mit 55ct/Liter auch noch günstiger als bei Deinem
> Bauern.

Eine abgepackte Vorzugsmilch oder Rohmilch für 55 cents pro Liter, Respekt
aber wenig glaubwürdig.

Wie gesagt, die Milch die von unserem Bauer kommt ist vollkommen
unbehandelt und naturbelassen.
Er hat auch nur 29 Kühe die auf der Weide grasen.
Auch im Winter ist kein Futter industrieller Herkunft zu sehen, es kommt
alles aus eigener Produktion, und die Kühe gehen trotz Winter auf den
Weiden, hier ist das Klima sehr Mild.

Da steht in keinem Bereich die Suche nach Bestleistung, man begnügt sich mit
dem was Mutter Natur hergibt.

Wir gehen gerade zur Melkzeit, da ist die Milch noch lauwarm, und
Geschmacksvoll ist sie... lecker.
Da kann man auch gerne beim Melken zusehen oder mithelfen.

Da steht auch der Rahm Zentimeterdick wenn ich die Milch wieder aus dem
Kühlschrank nehme.

Die abgepackte Milch wird ja komplett zersetzt, und anschliessend genau nach
Norm wieder zusammengestellt... und auf diesem Weg geht auch einiges
verloren, und vom Eigengeschmack der Milch kann auch kaum mehr der Rede
sein..

Aber es ist schon klar dass nicht jeder auf dem Lande leben kann oder
möchte, genauso dass nicht jeder auf Qualität der Lebensmittel achtet.

Wir haben uns immer dafür entschieden, Landleben und naturbelassene
Lebensmittel, obwohl wir oft umgezogen sind.

Zur Zeit wohnen wir in der Normandie, am Meer, und wir werden auch im
nächsten Jahr wieder umziehen, diesmal in Richtung Pyräneen / Mittelmeer,
sozusagen zu unserer letzten Ruhestätte ;o)))

Da haben wir uns schon vor dem Kauf einer Immobilie genau umgeschaut : In
einem Umkreis von ca. 4 km haben wir Landwirtschaftliche Betriebe mit
Gemüse- und Früchteanbau, Milchviehhaltung, Ziegenhaltung und Käserei, sowie
Schweinezüchtung.
Zum nächsten Fischereihafen sind es etwas mehr als 10 km...

Ist halt unsere Art und Weise sich ein Mindestmass an Lebensqualität zu
bewahren.
Das kann sich aber jeder aussuchen wie er es haben will, es soll ja sogar
Leute geben die lieber in millionen-Städte leben möchten, sozusagen als
anonymes no-name Mensch ;o))) vielleicht auch eine Art der Bequemlichkeit...

Viele Grüsse
Roland
Re: [FYI] Faire Produkte [message #244883 ] So, 02 April 2006 17:46
sendnospam  
Aus den Werken von Konrad Wilhelm:
....
>>> Du kannst dir das leicht selbst ausrechnen. Die Konditionen f=C3=BCr =
die
>>> Leistungen an die Verk=C3=A4ufer findest du bei www.transfair.org, =
dann
>>> brauchst du eigentlich nur noch die Weltmarkt-Kafeepreise und die
>>> Einzelhandespreise f=C3=BCr Transfair- und "normalen" Kaffee.
>>> Ach ja, n=C3=B6tig ist auch noch der "Einbrand", dass ist der
>>> Prozentsatz, um den der Kaffe beim Brennen leichter wird. Das sind
>>> 20 %.=20
>>> Ganz viele Variablen fallen ja beim direkten Vergleich der
>>> Einzelhandelspreise raus, denn Transportkosten, Verarbeitungskosten,
>>> Handelskosten sind ja f=C3=BCr beide "Kaffeesorten" gleich.
>>=20
>> Zus=C3=A4tzlich zu dem, was dir schon zu Transport- und Handelskosten
>> geschrieben wurde, hast du auch den Zusammenhang von Fairem
>> Handel un Weltmarktpreisen nicht verstanden:
>> http://www.transfair.org/produkte/kaffee/Wissenswertes.php#2
>> Neben dem Aufschlag von 5 US cent wird ein Mindestpreis von 126 US
>> cent/454g Rohkaffee bezahlt, wenn der Weltmarktpreis unter die 121
>> cent f=C3=A4llt.=20
>> Bei der Preisentwicklung f=C3=BCr Rohkaffee
>> http://www.kaffeeverband.de/560.htm kannst du vielleicht =
absch=C3=A4tzen,
>> wann das in den letzten 15 Jahren mal=20
>> der Fall war. F=C3=BCr die Robustas n=C3=A4mlich gerade mal im Jahr =
1995.
>> Zur Zeit d=C3=BCrfte der Weltmarktpreis gerade mal bei der =
H=C3=A4lfte der
>> garantierten Mindestpreise liegen.

> Jetzt brauchst du nur noch die Mehrkosten, die da entstehen, pro 600 g
> Kaffee auszurechnen, vom Mehrerl=C3=B6s f=C3=BCr 500 g Transfairkaffee =
gegen=C3=BCber
> 500 g Normalkaffee abzuziehen, noch diese 50 Cent f=C3=BCr teurenern
> Transport (was einem Mehrpreis von 50 000 =E2=82=AC pro 40ft Container
> entspr=C3=A4che -nur mal so um die Gr=C3=B6=C3=9Fenordnungen =
aufzuzeigen, wie hier
> "ohne Recherchen" gesch=C3=A4tzt wird),

60-65 ct. / lb. Rohkaffee (454g), macht f=C3=BCr 600g Rohkaffee 75-81 =
ct.
Zuzgl. 50 ct. Mehrkosten f=C3=BCr Kleinmengenverarbeitung, die du auch
ansetzt, macht das EUR 1,25-1,31 - in diesem Bereich bewegen sich
auch die Mehrkosten f=C3=BCr Kaffee mit TransFair-Siegel im normalen
Einzelhandel.=20

> und schon hast du den Mehrprofit
> das Transfair-Handelskette.

Was ist "die" Transfair-Handelskette?
http://www.transfair.org/ueber_transfair/wer_sind_wir/index. php
Transfair ist keine Handelskette, sondern ein Verein[1], der ein=20
G=C3=BCtesiegel vergibt f=C3=BCr Produkte, die den Transfair-Bedingungen
entsprechend hergestellt und bezahlt wurden.

> Ich rechne das nicht vor. Man glaubt so unglaubliche Beutelschneiderei
> immer besser, wenn man das selbst ermittelt.

Ich danke dir, war mal interessant, das selbst durchzurechnen
und zu sehen, da=C3=9F an deinen Vorw=C3=BCrfen nichts dran ist :-)

Andreas

[1] Mitglieder u. a.: BUND, Misereor, Brot f=C3=BCr die Welt, BDKJ, =
KLJB,=20
Deutsche Welthungerhilfe, Dt. Genossenschafts- u. Raiffeisenverband,
Evangelischer Entwicklungsdienst, Konrad-Adenauer-Stiftung,=20
Forum Eine Welt der SPD, DGB-Bildungswerk, terre des hommes e.V.,
UNICEF ...=20
Re: [FYI] Faire Produkte [message #244886 ] So, 02 April 2006 17:57
sendnospam  
Aus den Werken von Achim Hell:

> Fair Trade Organisationen machen Kaffeeanbauern in der dritten Welt
> Vorschriften, wenn die an Geld f=FCr ihren Kaffee kommen wollen.
> Kolonialismus im 21. Jahrhundert.

Ein heftiger Vorwurf. K=F6nntest du das konkretisieren, welche=20
"Vorschriften" du als Kolonialismus siehst? Belege w=E4ren auch nett.
=DCbrigens: die Fair-Trade-Organisationen handeln in der Regel
nicht selbst, sondern vergeben ihr G=FCtesiegel an Kaffeefirmen,=20
die sich im Umgang mit den Produzenten an die FT-"Vorschriften"
halten.=20

> Mit Hilfe von Entwicklungshilfegeldern auch aus Deutschland sind
> weltweit gewaltige =DCberkapazit=E4ten im Kaffeeanbau geschaffen =
worden.
> Ausgew=E4hlte Anbauer werden nun mit "fairen" Preisen begl=FCckt und =
der
> Rest kann sehen, wo er bleibt.

W=E4re interessant, von dir zu h=F6ren, wo das geschehen ist.=20
Fair Trade und Entwicklungshilfegelder haben im Prinzip=20
n=E4mlich nichts miteinander zu tun. Und ich w=FCrde mich=20
schwer wundern, wenn der Marktanteil von fairem Kaffee
bei mehr als 2% l=E4ge. Ich habe mal unseren =F6rtlichen EDEKA-
H=E4ndler angesprochen, als er Transfair-Kaffee aus dem=20
Sortiment nahm. Er hat mich an seinen Computer geschleppt
und mir seine letzten Verkaufszahlen gezeigt. Auf 10.000
P=E4ckchen Eduscho und Jacobs Dr=F6hnung kamen keine zehn
Pfund Transfair-Kaffee. Das w=E4ren < 0,1%, und da sind die
Ums=E4tze vom =F6rtlichen Aldi und Lidl noch nicht dabei.=20

Andreas
Re: [FYI] Faire Produkte [message #244889 ] So, 02 April 2006 21:22
Joachim Boensch  
Muriel & Roland wrote:

>
> Das ist halt bedingt durch Wetter und Jahreszeit.
> war auch
> gesünder als das jetzige Essen aus Industriefertigung.

Ziemlich schwacher Aprilscherz. Wer soll denn das glauben?

Grüße

Joachim
Re: [FYI] Faire Produkte [message #244903 ] Mo, 03 April 2006 13:04
mibmab  
On Sat, 1 Apr 2006 07:11:03 +0200, Muriel & Roland wrote:

> Hallo,
>
>>> - Gemüse wird direkt beim Bauer eingekauft, eben der Jahreszeit
>>> entsprechend,
>> Tja, dumm nur, wenn der nächste Bauer 25km entfernt ist und der Bus dort
>> 2x pro Woche hält.
>
> Aber gut wenn es umgekehrt aussieht : wir leben in einer ländlichen
> Umgebung, am Meer.
>
> Bis zum nächsten Supermarkt sind es knapp 30 km (mal 2 wenn hin und zurück),
> zum Bauer eben nur 1,5 km.
>
> Zum Glück gibt es ja auch ein Leben ausserhalb der Stadt.

Auja - lasst uns alle aufs Land ziehen. Alle siedeln sich rund um den
nächsten Biobauern an. Jobs wird es schon irgendwie geben - ein paar
WLAN-Knoten und schon kann man toll Telearbeiten. Jeder kauft sich dann
noch einen feinen SUV - damit man es auch durch die Wildnis schafft. Die
Städte werden dann nach und nach abgebaut und renaturiert - Erfahrungen
dazu gibts ja schon in Neufünfland.

>>> Also überall wo es irgendwie nur möglich ist versuche ich Zwischenhändler
>>> zu umgehen. Somit bleibt die Gewinnmarge da wo sie auch hingehört, beim
>>> Erzeuger.
>> Ansichtssache. Ich finde es bequem, dass der Weg zum nächsten
>> Einzelhändler nur 50 Schritte beträgt. Auch aus ökologischer Sicht ist es
>> sinnvoller, einen LKW mit Milchtüten in die Stadt bringen und dort zu
>> verteilen, als dass jeder 25km zum nächsten Bauern fährt.
>
> Ist das eine sogenannte Milchmädchenrechnung ?
>
> Um ein qualitativ hochwertiges erzeugnis zu kaufen, das zudem naturbelassen
> ist, da wären mir auch die 25 km gerechtfertigt.

Wenn sich jede(r) in seine/ihre Benzinkutsche setzt, um sich die achso
ökologischen Nahrungsmittel bei diversen Naturbauern zu besorgen, dann
könnte man argumentieren, dass die Ökobilanz dieser Art der
Nahrungsmittelversorgung nicht mehr ganz so gut aussieht. Und um nicht
allzu offtopic zu werden. Discounterketten wie Lidl und Aldi haben aufgrund
ihres begrenzten Produktspektrums und der Distributionsstruktur mit
Regionallagern sehr viel weniger Tonnenkilometer pro verkauftem Produkt als
so mancher Vollsortimenter-Supermarkt, bei dem es 10 verschiedene
Marmeladen gibt. In der Gesamt-Ökobilanz spielt bei manch einem
Nahrungsmittel zwar stärker eine Rolle, dass zur Herstellung von
Mineraldünger extrem viel Energie aufgewendet wird, aber in dem
Zusammenhang is es um so begrüßenswerter, dass alternative Produkte den Weg
auch in die Discounter finden.

>
> Bei solchen "ehrlichen Naturprodukten" geht es mir auch nicht um eine
> mögliche ökologische Sicht der Dinge, da geht es mir schlicht und einfach
> nur um die Gesundheit meiner Familie

Aha! - da spricht der Anthropozentriker... :-)

> Und egal in welchem Bereich, ich glaube wohl kaum dass Bequemlichkeit und
> Qualität miteinander zu verbinden sind. Es sind halt verschiedene Welten..

Das ist u.a. auch eine kulturelle Frage. In Frankreich, Spanien und Italien
könnte man so manche Wassertomate auch im Supermarkt niemals verkaufen, die
in Deutschland, Holland und England auch im Winter brav konsumiert wird.

>
>>> Und diese Vorgehensweise zahlt sich aus, sowohl finanziell, wie auch
>>> qualitativ.
>> Aus finanzieller Sicht kann es sich nur lohnen, wenn der Bauer in
>> fußläufiger Entfernung liegt, was bei den meisten Bewohnern nicht der Fall
>> sein dürfte. Die Qualität der Milch meines Einzelhändlers finde ich
>> durchaus akzeptabel, und mit 55ct/Liter auch noch günstiger als bei Deinem
>> Bauern.
>
> Eine abgepackte Vorzugsmilch oder Rohmilch für 55 cents pro Liter, Respekt
> aber wenig glaubwürdig.
>
> Wie gesagt, die Milch die von unserem Bauer kommt ist vollkommen
> unbehandelt und naturbelassen.

Da hoffe ich mal, dass der auch die Hygienestandards einhält. Rohmilch
direkt von der Kuh mag zwar naturbelassen sein - ist aber nicht risikofrei.

> Aber es ist schon klar dass nicht jeder auf dem Lande leben kann oder
> möchte, genauso dass nicht jeder auf Qualität der Lebensmittel achtet.
>
> Wir haben uns immer dafür entschieden, Landleben und naturbelassene
> Lebensmittel, obwohl wir oft umgezogen sind.
>

Auch ne Art von Luxus. Wenn sich das jede(r) leisten wollen würde, dürfte
es dort wo ihr wohnt, doch etwas voller werden.

Andreas
Re: [FYI] Faire Produkte [message #244907 ] Mo, 03 April 2006 14:49
Notifier Deamon  
Post removed (X-No-Archive: yes)
Re: [FYI] Faire Produkte [message #244924 ] Mo, 03 April 2006 23:36
muriel.ferey  
Hallo,

Ausnahmsweise einmal ganz kurz.

> ...... is es um so begrüßenswerter, dass alternative Produkte den Weg
> auch in die Discounter finden.

Im Prinzip finde ich das auch gut, insofern man sich davon nicht unbedingt
zu viel verspricht...

Nebenbei hoffe ich auch dass die sogenannte Ökoware nicht kreuz und quer
durch Europa spazieren gefahren wird.

> Das ist u.a. auch eine kulturelle Frage. In Frankreich, Spanien und
> Italien
> könnte man so manche Wassertomate auch im Supermarkt niemals verkaufen,
> die
> in Deutschland, Holland und England auch im Winter brav konsumiert wird.

Ganz genau so ist es.

>> Wie gesagt, die Milch die von unserem Bauer kommt ist vollkommen
>> unbehandelt und naturbelassen.
> Da hoffe ich mal, dass der auch die Hygienestandards einhält. Rohmilch
> direkt von der Kuh mag zwar naturbelassen sein - ist aber nicht
> risikofrei.

Das ist schon klar.

Der direktverkauf ist dem hiesigen Sozialstaat sowieso ein Dorn im Auge.

Die Lebensmittelkontrolleure sind schon so oft auf Kontrollgang dass man
vermuten könnte sie gehörten eigentlich dem Finanzamt.

Scherz bei Seite, das Veterinäramt prüft regelmässig sowohl Tiere als auch
Milch und daraus erarbeitete Erzeugnisse.
Da der Bauer auch noch auf den verschiedenen Märkten in der Umgebung
verkauft, werden da auch zusätzliche Proben am Verkaufsstand sehr
regelmässig entnommen.

Risikofrei sind aber auch nicht Lebensmittel aus industrieller Fertigung.

Soweit mir bekannt ist, gibt es ein einziges Land im "alten" Europa welches
Listerien am Ausgang der Fertigungs- bzw. Verpackungsanlagen zulässt : und
zwar 2 Listerien pro Gramm Fertigerzeugnis...

Und diese Bakterien vermehren sich extrem schnell wenn sie erst einmal
vorhanden sind.

Aus diesem Grund werden in diesem Land regelmässig komplette Käsereien,
Wurstfabriken bzw. Schlachthöfe über Nacht geschlossen wenn ein
Lebensmittelskandal droht, bzw. wenn ein Paar Leute in der Notaufnahme eines
Krankenhauses eingeliefert wurden.
Einige Firmen nutzen das schamlos aus um Konkurs anzumelden, und sehr
schnell darauf unter einem neuen Namen zu firmieren.

In diesem Land ist aber auch das Umverpacken von "weniger" frischem Fleisch
in den riesiegen Supermärkten auch keine Rede Wert.
Ich finde das empörend, da gibt es aber kein Skandal wie bei Real in
Deutschland.

Ach ja dieses Land heisst Frankreich, da wo die Politiker eine sehr grosse
Lippe riskieren wenn Sie von Lebensmittelqualität sprechen.

>> Wir haben uns immer dafür entschieden, Landleben und naturbelassene
>> Lebensmittel, obwohl wir oft umgezogen sind.
> Auch ne Art von Luxus. Wenn sich das jede(r) leisten wollen würde, dürfte
> es dort wo ihr wohnt, doch etwas voller werden.

Na na, so eng muss man das nicht sehen, die grösse der Grundstücke lässt da
schon ein gewissen Spielraum.
Bei knapp 18.000 m2 schaut man nicht gerade in den Kochtopf des Nachbarn
;o)))

Viele Grüsse
Roland
Re: [FYI] Faire Produkte [message #246330 ] Di, 04 April 2006 17:43
Frank Adam  
Andre Bremer wrote:

> Tja, dumm nur, wenn der nächste Bauer 25km entfernt ist und der Bus
> dort 2x pro Woche hält.

*Den* Platz in Deutschland, auf den diese Aussage zutrifft, musst Du mir mal
zeigen... ;-)

Gruß Frank
Re: [FYI] Faire Produkte [message #246337 ] Di, 04 April 2006 18:19
sendnospam  
Aus den Werken von Frank Adam:

> Andre Bremer wrote:
>=20
>> Tja, dumm nur, wenn der n=E4chste Bauer 25km entfernt ist und der Bus
>> dort 2x pro Woche h=E4lt.
>=20
> *Den* Platz in Deutschland, auf den diese Aussage zutrifft, musst Du
> mir mal zeigen... ;-)

Genau. Pl=E4tze mit >=3D dieser Entfernung zum n=E4chsten Bauern gibt's
genug. Aber mit dem =D6PNV aufs Land zum Bauern fahrn, das kannst
du l=E4ngst vergessen ;-)

Andreas
Re: [FYI] Faire Produkte [message #246359 ] Di, 04 April 2006 21:09
Notifier Deamon  
Post removed (X-No-Archive: yes)
Re: [FYI] Faire Produkte [message #246371 ] Di, 04 April 2006 23:11
muriel.ferey  
Hallo,

>>>> Tja, dumm nur, wenn der nächste Bauer 25km entfernt ist und der Bus
>>>> dort 2x pro Woche hält.
>>> *Den* Platz in Deutschland, auf den diese Aussage zutrifft, musst Du
>>> mir mal zeigen... ;-)
>>Genau. Plätze mit >= dieser Entfernung zum nächsten Bauern gibt's
>>genug.
> Glaub ich nicht. Sogar im Ruhrgebiet sind immer noch ne Menge Bauern
> mitten drin.

Ganz genau, im Ruhrgebiet arbeiten immerhin 20.000 Menschen in der
Landwirtschaft.

Da gibt es auch Bio-Bauern die auch direkt ins Haus liefern, bzw. so
genannte "Abo-Kisten" mit frischer Ware anbieten, die auch direkt ins Haus
geliefert werden.

Die ganze Diskussion zeigt eigentlich "wo ein Wille ist, da ist auch ein
Weg", und vom Luxus sich mit Qualitätsgemüse zu versorgen kann somit auch
kaum die Rede sein, es ist halt mehr eine Sache der Einstellung.

Viele Grüsse
Roland
Re: [FYI] Faire Produkte [message #246372 ] Di, 04 April 2006 23:55
Notifier Deamon  
Post removed (X-No-Archive: yes)
Re: [FYI] Faire Produkte [message #246381 ] Mi, 05 April 2006 07:35
Christian Eikermann  
Konrad Wilhelm wrote:
> On Tue, 4 Apr 2006 18:19:34 +0200, Andreas Höfeld
> <sendnospam [at] vorsicht-bissig.de> wrote:
>
>> Aus den Werken von Frank Adam:
>>
>>> Andre Bremer wrote:
>>>
>>>> Tja, dumm nur, wenn der nächste Bauer 25km entfernt ist und der Bus
>>>> dort 2x pro Woche hält.
>>> *Den* Platz in Deutschland, auf den diese Aussage zutrifft, musst Du
>>> mir mal zeigen... ;-)
>> Genau. Plätze mit >= dieser Entfernung zum nächsten Bauern gibt's
>> genug.
>
> Glaub ich nicht. Sogar im Ruhrgebiet sind immer noch ne Menge Bauern
> mitten drin.

Gehst du aber mal nicht vom Ruhrgebiet aus, sondern von einigen Ecken in
Schleswig Holstein, hast du es das Busse nur alle 2h fahren und die
Entfernungen zwischen den Ortschaften betragen oft 10 km oder mehr...

Nicht das Ruhrgebiet gibt Deutschlands Bevölkerungsdichte vor.

Mit freundlichen Grüßen,
Christian Eikermann
Re: [FYI] Faire Produkte [message #246382 ] Mi, 05 April 2006 08:18
r-petter  
Christian Eikermann wrote:
> Gehst du aber mal nicht vom Ruhrgebiet aus, sondern von einigen Ecken
> in Schleswig Holstein, hast du es das Busse nur alle 2h fahren und die
> Entfernungen zwischen den Ortschaften betragen oft 10 km oder mehr...

Ich muss doch bitten:
Bei uns hier Busse alle 5 Stunden (jetzt, während der Osterferien, sonst
Morgens 2, Mittags 2 und Abends 2). Praktischerweise befindet sich eine
Kfz-Werkstatt hier im Ort (210 Einwohner). 4 Bauernhöfe im Dorf, keine
Kneipe, keine Kirche, kein Einkaufsladen, keine nervenden Touris. Trotzdem
mit dem Pkw nur ca. 20 Minuten zum nächsten Aldi, 21! Minuten zu Lidl.

Grüße vom platten Land
Rüdiger
Re: [FYI] Faire Produkte [message #246393 ] Mi, 05 April 2006 12:17
Notifier Deamon  
Post removed (X-No-Archive: yes)
Re: [FYI] Faire Produkte [message #246403 ] Mi, 05 April 2006 13:59
mibmab  
On Tue, 04 Apr 2006 21:09:20 +0200, Konrad Wilhelm wrote:

> On Tue, 4 Apr 2006 18:19:34 +0200, Andreas Höfeld
> <sendnospam [at] vorsicht-bissig.de> wrote:
>
>>Aus den Werken von Frank Adam:
>>
>>> Andre Bremer wrote:
>>>
>>>> Tja, dumm nur, wenn der nächste Bauer 25km entfernt ist und der Bus
>>>> dort 2x pro Woche hält.
>>>
>>> *Den* Platz in Deutschland, auf den diese Aussage zutrifft, musst Du
>>> mir mal zeigen... ;-)
>>
>>Genau. Plätze mit >= dieser Entfernung zum nächsten Bauern gibt's
>>genug.
>
> Glaub ich nicht. Sogar im Ruhrgebiet sind immer noch ne Menge Bauern
> mitten drin.
>

Das Ruhrgebiet ist in seiner polyzentralen Struktur insofern schon was
besonderes. Entlang der Stadtgrenzen gibt es hier und da durchaus einiges
an Landwirtschaft - vom Gemüse-Kleingarten bis zum Vollerwerbsbauern.
Trotzdem könnte man damit sicherlich nicht die 5 Millionen Einwohner
versorgen :-) In Deutschland ist eigentlich nur noch der Stuttgarter Raum
damit vergleichbar.

Andreas
Re: [FYI] Faire Produkte [message #246409 ] Mi, 05 April 2006 14:35
schiszler  
Christian Eikermann schrieb:

> Gehst du aber mal nicht vom Ruhrgebiet aus, sondern von einigen Ecken in
> Schleswig Holstein, hast du es das Busse nur alle 2h fahren und die
> Entfernungen zwischen den Ortschaften betragen oft 10 km oder mehr...

Und in jeder Ortschaft gibts mehrere Bauernhöfe.

qed.

Hardy

--
> Die 100 nervigsten Deutschen 2003
Es beruhigt mich doch, dass ich immerhin nicht alle Namen auf der
Liste kenne. So langsam erreicht mein "Human Content Filter" in der
Brain-Version Beta-Reife.(Dennis Kaisers in drtm)
Re: [FYI] Faire Produkte [message #246421 ] Mi, 05 April 2006 18:10
Frank Adam  
Andreas Höfeld wrote:

>> *Den* Platz in Deutschland, auf den diese Aussage zutrifft, musst Du
>> mir mal zeigen... ;-)
>
> Genau. Plätze mit >= dieser Entfernung zum nächsten Bauern gibt's
> genug.

Vielleicht bis zum nächsten Hofladen. Aber bis zum nächsten Bauern? Niemals!

> Aber mit dem ÖPNV aufs Land zum Bauern fahrn, das kannst
> du längst vergessen ;-)

Das mag für manche Gegenden wirklich zutreffen. Von meiner Wohnung aus
(Rhein-Main-Gebiet) kann ich mehrere Bauernhöfe mit Direktverkauf mit dem
ÖPNV ohne oder mit höchstens 1x umsteigen und in akzeptabler Geschwindigkeit
erreichen.

Gruß Frank
Re: [FYI] Faire Produkte [message #248520 ] Mi, 12 April 2006 19:44
usenet-01-2006  
Konrad Wilhelm schrieb:

> Was den Verbrauch von fossiler Energie angeht, ist der letzte km vom
> Einzelhändler nach Hause immer der aufwendigste.

Wieviel fossile Energie braucht es den, zweimal 2 km mit dem Fahrrad zum
AS und zurück zu fahren?
Re: [FYI] Faire Produkte [message #248521 ] Mi, 12 April 2006 19:57
Notifier Deamon  
Post removed (X-No-Archive: yes)
Re: [FYI] Faire Produkte [message #248523 ] Mi, 12 April 2006 20:09
usenet-01-2006  
Konrad Wilhelm schrieb:

>>Wieviel fossile Energie braucht es den, zweimal 2 km mit dem Fahrrad zum
>>AS und zurück zu fahren?
>
>
> Das hat ja auch noch andere Vorteile: man kann gut parken denn die
> Fahrradständer sind leer und der Parkplatz ist voll.
>
> Und man hat was zu tun in seiner Freizeit und langweilt sich nicht.

Vor allem geht es deutlich schneller als mit dem Auto. Eine Autoladung
voll kann ich im übrigen eh nicht auf einmal in den 3. Stock tragen ...
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